Weil sie schwul sind: Junge Iraker vom eigenen Stamm umgebracht

Wieder dürften im Irak mindestens zwei Männer wegen ihrer sexuellen Orientierung umgebracht worden sein.

Ein Militärangehöriger, der anonym bleiben wollte, sagte dem US-Sender ABC: „Zwei junge Männer sind umgebracht worden. Sie waren sexuell abartig. Die Stämme haben sie getötet, um ihre Familienehre wiederherzustellen“.

Damit müssen Homosexuelle im Iran immer öfter fürchten, von ihren eigenen Verwandten umgebracht zu werden. Bis jetzt haben vor allem schiitische Milizen Jagd auf Homo- und Transsexuelle gemacht.

Diese dürften für ein zweites Massaker an schwulen Männern verantwortlich sein. Wie die irakische Polizei bestätigt, wurden vier weitere männliche Leichen entdeckt, die in den letzten zehn Tagen getötet wurden und offenbar ebenfalls als Schwule bekannt waren.

Das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten geht davon aus, dass in den letzten drei Monaten in Badgad 30 Männer wegen ihrer Homosexualität ermordet wurden. Berichten zufolge soll die irakische Regierung auch direkt an der geplanten Exekution von über 100 schwulen Männern beteiligt gewesen sein.