„Brüno“ spaltet US-Schwulenszene

Schon vor dem Start spaltet „Brüno“, der neue Film von „Borat“-Darsteller Sacha Baron Cohen, die Lesben- und Schwulenbewegung. In seinem neuen Werk, das Anfang Juli in die Kinos kommt, spielt er einen schwulen östereichischen Modejournalisten.

Die „Gay and Lesbian Alliance Against Defamation“ (GLAAD), die auch jedes Jahr schwul-lesbische Medienpreise vergibt, nennt den Versuch, die amerikanische Homophobie satirisch darzustellen, in der „New York Times“ „wohlmeinend, aber an vielen Stellen problematisch oder sogar geradewegs beleidigend“. Denn genau jene Leute, die in dem Film aufs Korn genommen werden, könnten ihre Meinung bestätigt sehen.

Andere Aktivisten sehen das nicht so eng: „Ich glaube, von allen Minderheiten sind Schwule und Lesben am besten in der Lage, über sich selbst zu lachen“, sagt die Aktivistin Cathy Renna, die den Film in einer Testvorführung gesehen hat..

Und auch Aaron Hicklin, Chef des „Out“-Magazins lobte gegenüber der „New York Times“ den Film. Denn er mache „etwas sehr wichtiges, nämlich zu zeigen, dass sich die Haltung der Leute in Sekundenschnelle ändert, wenn sie merken, dass man schwul ist. Die Multiplex-Masse würde sich normalerweise nicht hinsetzen und sich eine zweistündige Vorlesung über Homophobie anhören – aber genau das wird passieren“, zeigt sich Hicklin überzeugt.