Veranstalter der Amsterdamer Gay-Parade verprügelt

In Amsterdam ist der Organisator der Canal Pride mitten in der Innenstadt verprügelt worden, weil er seinen Freund geküsst hat.

Es war vier Uhr morgens in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, als Hugo Braakhuis nach einem gemütlichen Abend gerade am Rembrandt-Platz im Stadtzentrum, in direkter Umgebung der Szene, einem Freund einen Abschiedskuss gab. Plötzlich wurden die beiden als „Schwuchteln“ beschimpft. Als sein Freund die Männer zur Rede stellen wollte, wurde von den Tätern auf die Straße gezogen und mehrmals getreten. Dabei wurde er erheblich verletzt. Auch Braakhuis wurde verprügelt.

Braakhuis, der die nächste Woche stattfindende Lesben- und Schwulenparade organisiert, ist noch immer erschüttert: „Ich kann noch immer nicht begreifen, dass mir das passiert ist. In meiner Stadt? In meinem Land?“, sagte er dem „Telegraaf“.

Die Polizei war bei dem Angriff schnell zur Stelle und konnte die mutmaßlichen Täter verhaften: Es waren vier junge Burschen marokkanischer Herkunft. Nach Zeugenaussagen wurde aber auch ein blonder junger Mann zwischen 18 und 25 Jahren bei den Tätern gesehen. Nach ihm sucht jetzt die Polizei.

In letzter Zeit sind Lesben und Schwule in den Niederlanden immer öfter von Migranten-Jugendlichen angegriffen worden. Unter anderem wurde vor einigen Jahren – ebenfalls am Rembrandt-Platz – ein schwules Model am traditionellen Königinnen-Tag vom Laufsteg gezerrt und verprügelt.

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