Islamische Kicker nach Homo-Foul aus Meisterschaft geflogen

Der französische Fußballverband CFL hat die Amateurmannschaft Créteil Bébel aus der Amateurliga ausgeschlossen, weil sie sich geweigert haben, gegen einen schwulen Club zu spielen. Das Pariser Vorortteam Créteil Bébel ist am 4. Oktober nicht gegen Paris Foot Gay angetreten, weil der Gegner nicht den „Prinzipien unserer Manschaft“ entspreche, die „aus gläubigen Muslimen“ bestehe.

Nach heftiger Kritik hat die Mannschaft versucht, noch zurückzurudern. Sie hat betont, doch gegen Paris Foot Gay spielen zu wollen. Paris Foot Gay ist ein Team, das allen Nationalitäten, Hautfarben, sexuellen Orientierungen oder Religionen offensteht und man so aktiv gegen Diskriminierung kämpft – im Gegensatz zu ihren verhinderten Gegnern: „Es ist symptomatisch, dass sich niemand über Vereine aufregt, die nur bestimmten Menschen offen stehen“, ärgert sich die Mannschaftsführung über das bis letzte Woche unwidersprochene Selbstverständnis des muslimischen Vereins.

Nach harscher Kritik ließ der Vereinsanwalt ausrichten, die Absage wäre ein „Missverständnis“ gewesen. Man sei nicht schwulenfeindlich, sondern habe nur ein Problem mit dem Wort „Gay“ im gegnerischen Vereinsnamen, erklärt Trainer Zair Belgharki über den Anwalt wortreich.

„Wir haben abgelehnt, gegen Paris Goot Gay zu spielen, weil wir Angst hatten, dass dieser Club durch die Betonung der Homosexualität seiner Spieler das Match instrumentalisieren könnte“, ließ Belgharki über den Vereinsanwalt ausrichten. Und er rudert weiter zurück: „Wir haben uns nicht aus Homophobie geweigert zu spielen, wie wir beschuldigt wurden. Vielmehr haben wir abgesagt, weil der Name unseres gegnerischen Clubs nicht unserer Vision des Sports entspricht“, heißt es in der Stellungnahme.

Doch das hat dem Fußballverband nicht gereicht: Créteil Bébel ist aus der Amateurliga ausgeschlossen worden, „weil sie sich geweigert hat, ein Spiel zu spielen und dabei diskriminierende Äußerungen fielen“, so eine Stellungnahme des Verbandes.