Moskauer Bürgermeister lobt Schwulenikone

Ins schwule Fettnäpfchen ist ausgerechnet einer der schärfsten Homo-Hasser Europas getreten. Bei der Enthüllung der Statue des US-Dichters Walt Whitman hat der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow den Dichter gelobt – dabei ist dieser eine Ikone der Schwulenbewegung.

Bei der feierlichen Veranstaltung, bei der auch Außenministerin Hillary Clinton anwesend war, rühmte Luschkow die „vom Geist des amerikanischen Optimismus“ durchdrungene Poesie des Dichters des 19. Jahrhunderts. Bekannt ist Whitmal allerdings unter anderem für seine sinnlichen Beschreibungen des männlichen Körpers.

Grund genug für die russische Lesben- und Schwulenbewegung, die Teilnahme Luschkows an der Enthüllung der Statue als „grotesk“ zu bezeichnen. Immerhin hat der Bürgermeister in den letzten Jahren über 150 lesbischwule Veranstaltungen verbieten lassen und Homosexuelle mitunter als „satanisch“ beschimpft.