[Video] Sonderkollekte gegen Homo-Ehe in Maine bringt 43 Cent pro Katholik

Im Kampf gegen Homo-Rechte hat die römisch-katholische Kirche bei einer Sonderkollekte im US-Bundesstaat Maine insgesamt 86.000 Dollar gesammelt.

Das Geld wurde bei Gottesdiensten im gesamten Bundesstaat eingesammelt und kommt der Organisation „Stand for Marriage Maine“ zugute. Sie will damit in letzter Sekunde die Öffnung der Ehe in dem US-Bundesstaat verhindern und zum Beispiel Radio- und Fernsehwerbung schalten. Der Sprecher der Organisation, Marc Mutty, nannte das Ergebnis der Kollekte „eine sehr erfreuliche Summe“.

Das sehen allerdings mittlerweile auch nicht alle Katholiken in Maine so. So nennt Anne Underwood, Gründerin der Gruppe „Catholics for Marriage Equality“, das Ergebnis „schwach“: „Die Kollekte hat gerade einmal 43 US-Cent pro Katholik in Maine eingebracht. Das klingt nicht nach einer überzeugenden Unterstützung der Meinung des Bischofs.“

Außerdem hätten Großspenden erheblichere Summen zustande gebracht: Katholische Organisationen aus den gesamten USA haben insgesamt mehr als 200.000 Dollar gespendet, um die Homo-Ehe in Maine zu verhindern, davon kamen je 50.000 Dollar von der Diözese Phoenix und der Erzdiözese Philadelphia.

Wie GGG.at berichtete, hat das Parlament in Maine im Mai beschlossen, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen. Ähnlich wie in Kalifornien haben aber Gegner der Homo-Ehe genügend Unterschriften gesammelt, um im November darüber eine Volksabstimmung abzuhalten.

Deren Ausgang ist völlig offen. Zur Zeit haben die Ehe-Befürworter mehr Spenden eingesammelt als die Homo-Gegner: Protect Maine Equality konnte bislang 2,7 Millionen Dollar einnehmen, was einem Durchschnitt von 95 Dollar pro Spender entspricht, während die Anhänger des Eheverbots für Schwule und Lesben bislang nur auf 1,1 Millionen Dollar kamen.

Die Höhe der gesammelten Spenden ist in den USA für den Erfolg einer Volksabstimmung oft entscheidend, da durch Anzeigen und Fernsehwerbung Stimmung für das eigene Anliegen gemacht werden muss.