Grazer Bürgermeister lehnt Gleichstellung bei Homo-Ehe ab

Kein Freund der Rechte für schwule und lesbische Paare ist offenbar der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl von der ÖVP. Er hat bei der letzten Gemeinderatssitzung gemeinsam mit der FPÖ einen Antrag abgeschmettert, mit dem die Stadt Graz beim Nationalrat die Schließung einer Eingetragenen Partnerschaft doch noch am Standesamt fordern sollte. Den Antrag hat die SPÖ eingebracht.

„Mit der von der Bundes-VP durchgesetzten Regelung, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften nur bei der Bezirkshauptmannschaft beziehungsweise beim Magistrat geschlossen werden können, besteht die Gefahr, dass gleichgeschlechtlich liebende Männer und Frauen ihren Bund für’s Leben nicht in einem dem Anlass entsprechenden würdevollen Rahmen schließen dürfen,“ begründete SPÖ-Klubchef Karl-Heinz Herper den Antrag.

Unterstützt wurde der SPÖ-Antrag von den Grünen, mit denen Nagl in einer Koalition ist, der KPÖ und auch dem BZÖ. Doch beim Thema Homosexualität läßt die ÖVP unter Bürgermeister Siegfried Nagl nicht mit sich reden: die Initiative wurde von der ÖVP gemeinsam mit der FPÖ abgelehnt. Wolfgang Riedler, Vorsitzender der SPÖ Graz, will aber nicht aufgeben: „Die Grazer SPÖ wird dennoch weiter dafür kämpfen, dass nach Wiener Vorbild auch in Graz der Trauungssaal für lesbische und schwule Paare offen steht.“

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alles zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich
  • homoehe.GGG.at: Aktuelle Nachrichten zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich