SoHo feiert 15-jähriges Bestehen

Vor 15 Jahren wurde die SoHo, die Initiative Sozialdemokratie und Homosexualität, gegründet. Grund genug, um dieses Jubiläum am Samstag im Parlament zu feiern.

Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo, freute sich über das Erreichte: „Die Gleichbehandlung und Chancengleichheit ist nicht mehr aufzuhalten. Wir kämpfen für Respekt, Gleichberechtigung und die Annerkennung anderer Lebensformen, ohne Hass, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie in Österreich. Keiner darf auf Grund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden“, betonte er in seiner Rede. 
Unter den Gratulanten im Parlament war auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die für die SPÖ das Gesetz über Eingetragene Partnerschaften für Lesben und Schwule verhandelt hat. „Es gibt noch einiges zu verändern“, meinte sie über die Lage Homosexueller in Österreich. Denn bisher sei weder eine Stiefkinder- oder Fremdkinderadoption, noch eine Zeremonie mit Würde und Respekt am Standesamt möglich. „Als Gleichstellungspolitikerin ist es mir ein Anliegen, dass wir alle in einer toleranten Gesellschaft leben“, bekräftige Heinisch-Hosek, die jedoch darauf aufmerksam machte: „Die Intoleranz gegenüber Menschen, die homosexuell oder transgender sind, ist in Österreich noch immer ziemlich groß“, musste sie zugeben.

Schriftliche Grußworte kamen von der Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner und der Gleichbehandlungsstadträtin Sandra Frauenberger. „Viele Schritte der letzten Jahre in Richtung Gleichstellung sind auf eure Initiativen und euer Engagement zurückzuführen“, erklärte Brauner. Und auch Frauenberger bekräftigte in ihrer Grußbotschaft: „Auch wenn die Antidiskriminierungsarbeit oft mit Rückschlägen verbunden ist, ist es wichtig, das Ziel immer wieder mit dem selbem Einsatz weiterzuverfolgen.“

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