„Ich hätte Stephen Gately retten können“

Neue Details gibt es nun um die Nacht, in der Boyzone-Sänger Stephen Gately starb. Georgi Dochev, der Bulgare, der die Nacht mit Gately und seinem Mann Andy Cowles zusammen verbracht hat, sprach in der britischen Boulevardzeitung „Daily Mirror“ offen über die letzten Stunden des irischen Sängers.

Gately und Cowles hatten den 25-Jährigen in einer Schwulenbar in Mallorca aufgerissen und sind dann in die Wohnung der beiden auf der Ferieninsel gefahren. „Wir drei fühlten uns absolut wohl bei dem, was passierte“, erinnert sich Dochev.

Gately soll an dem Abend viel getrunken haben. In der Wohnung hat er sich laut Dochev dann noch einen Joint gebaut: „Ich glaube, er hat den Joint mit reinem Marihuana gedreht – ich habe jedenfalls nicht gesehen, wie er Tabak dazu mischte. Außerdem roch es ziemlich streng“, erinnert sich der Bulgare.

An den Morgen danach, als Stephen Gately starb, erinnert sich Dochev heute noch ganz genau. Er glaubt, er hätte den Sänger retten können, als ihn um acht Uhr morgens die Türklingel weckte: „Ich stand auf und ging ins Wohnzimmer und sah Stephen und Andy noch immer dort liegen. Ich dachte einfach: ‚Ich bin hier nicht zuhause, ich kann nicht die Tür aufmachen‘. Ich weiß nicht, ob Stephen da schon tot war. Natürlich denke ich über das nach, was hätte passieren können, wenn ich versucht hätte, sie zu wecken.“

Stattdessen schlief er weiter. Um 12 Uhr ging Dochev ins Nebenzimmer, in dem mittlerweile Cowles schlief. „Ich war nackt und er meinte zu mir: ‚Du siehst aus, als wäre dir kalt. Warum kommst du nicht ins Bett?‘ Das eine führte zum anderen und wir hatten ungefähr eine Stunde lang Sex. Wir hätten nicht wissen können, dass Stephen wahrscheinlich schon tot war“, erinnert sich der Bulgare an diesen tragischen Moment.

Dann folgte die tragische Entdeckung: „Andy fasste ihn an und sagte ganz sanft ‚Baby, Baby‘. Aber es kam keine Reaktion. Dann hob er ihn hoch und wir bemerkten diese gelbliche Flüssigkeit um seinem Mund und auf dem Sofa, wo er gelegen hatte. Aber es war unmöglich erste Hilfe zu leisten. Sein Körper und sein Kiefer waren steif“, so Dochev im „Daily Mirror“ über den Moment, in dem sie den Tod von Stephen Gately bemerkten. Der Sänger starb an einem Lungenödem. Er wurde eine Woche später in Irland beigesetzt.

Bei einem Gedenkkonzert, das am Wochenende im Londoner West End für geladene Gäste stattfand, trug der offen schwule Schauspieler Sir Ian McKellen Gedichte vor. Die verbliebenen Boyzone-Mitglieder Ronan Keating, Mikey Graham, Keith Duffy und Shane Lynch sangen zum Gedenken an Gately. Und auch Popsänger Chesney Hawkes sagte, er sei nach dem Tod seines Freundes immer noch wie benebelt. „Es ist einfach so traurig.“

Unter den Gästen waren auch Gatelys Eltern und die Ehefrau von Ex-Premierminister Tony Blair, Cherie.