Park am Zimmermannplatz nach Heinz Heger benannt

Am Zimmermannplatz im 9. Wiener Gemeindebezirk wurde heute ein Park nach Heinz Heger benannt.

Heger – ein Pseudonym – wurde wegen seiner Homosexualität von den Nationalsozialisten verhaftet und überlebte sechs Jahre Konzentrationslager. Seine Erinnerungen sind in seinem Buch „Der Mann mit dem rosa Winkel“ veröffentlicht. Dadurch gilt er als Pionier der schwulen Community in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem in Österreich nach Hegers Tod im März 1994 kein Museum den rosa Winkel, den er als schwuler Mann im KZ tragen musste, haben wollte, ist dieser heute im Besitz des Holocaust-Museums in Washington.

Die Idee zur Benennung des Parks kam von Horst Schalk, einem in der schwulen Community sehr beliebten Arzt. Er hat seine Praxis heute in dem Haus, in dem einst Heger lebte. Schalk war auch heute bei der offiziellen Umbenennung der Grünfläche dabei, die Bezirksvorsteherin Martina Malyar gemeinsam mit dem Leiter der Wiener Antidiskriminierungsstelle, Wolfgang Wilhelm, vornahm.

Betretenheit gab es bei der Enthüllung der Tafel, die an Heger und sein Schicksal erinnern sollte: Auf dem Text wurden mit keinem Wort seine Homosexualität, der Grund für seine KZ-Gefangenschaft, oder sein Buch erwähnt – eigentlich der Grund für die Widmung des Parks. Bezirksvorsteherin Malyar versprach, den Text in den nächsten drei Wochen zu ändern.

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