Neunjähriger Bub in der Oststeiermark vergewaltigt

In Pöllauberg in der Oststeiermark soll ein neunjähriger Bub aus dem Kosovo in einem Wohnheim für Asylbewerber vergewaltigt worden sein. Mutmaßlicher Täter ist ein 38-jähriger Afghane, der den sexuellen Kontakt zugibt, aber bestreitet, dabei Gewalt angewendet zu haben.

Der Bub und der Mann sind zwei der etwa zwanzig Asylwerber, die in dem Heim in der Oststeiermark leben. Nach Informationen der Polizei dürfte der Mann den Burschen in der Nacht auf heute in sein Zimmer geholt und ihn dort vergewaltigt haben. Die Eltern fanden ihren Sohn später halbnackt im Zimmer des Afghanen.

Die Ärzte im Landeskrankenhaus Oberwart bestätigten dann den schrecklichen Verdacht der Eltern: Sie stellten entsprechende Verletzungen im Intimbereich des Neunjährigen fest.

Besonders tragisch: Nach Informationen der Polizei ist das Kind nicht nur durch seine Flucht schwer traumatisiert, sondern auch geistig leicht beeinträchtigt.

Bei den Einvernahmen, die sich aufgrund der Sprachbarriere schwierig gestalteten, gab der 38-Jährige zu, mit dem Buben sexuellen Kontakt gehabt zu haben. Allerdings bestritt er, dabei Gewalt ausgeübt zu haben. Das Kind habe ihm durch eindeutige Signale zu verstehen gegeben, dass es mit im Sex haben wollte, sagte er der Polizei.

Der Mann wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.