Bundespräsident für mehr Homo-Rechte

Bundespräsident Heinz Fischer spricht sich für eine Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften am Standesamt aus. Das sagte er in einem Interview, das er mit dem Entertainer Alfons Haider für die aktuelle Ausgabe des Schwulenmagazins „Name it“ geführt hat.

„Dass das Eingehen dieser Partnerschaft am Standesamt erfolgt, wo zwei Menschen feierlich einander versprechen, füreinander da zu sein, aufeinander Rücksicht zu nehmen, füreinander zu sorgen, das kann mich nicht stören“, so Fischer, der dem Magazin auch für ein Covershooting zur Verfügung stand.

Auf die Frage, wie er die Zukunft der Eingetragenen Partnerschaft sieht, meint Fischer: „Ich glaube, dass die nächsten Jahre auf diesem Gebiet einen Gewöhnungsprozess bringen werden, der beweist, dass dadurch kein Schaden entsteht, auch kein Schaden für die Ehe zwischen heterosexuellen Partnern. Und dass niemand Ressentiments haben wird, wenn eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ebenso ein feierlicher und ein in schöner Form durchgeführter Rechtsakt ist, wie bei verschiedengeschlechtlichen Partnern.“

Auf die Frage, ob sich der Bundespräsident auch die Möglichkeit einer Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Partner vorstellen könne, antwortet Fischer: „Bislang konnte man mir nicht überzeugend erklären, warum eine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ein so großes Problem darstellt.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Fischer für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzt: Bereits in der Vergangenheit hat er sich immer gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ausgesprochen.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Infos zur Eingetragenen Partnerschaft auf GGG.at