Homo-Diskriminierung kostet Dating-Website zwei Millionen

Teuer kommt die beliebte US-Dating-Website „eHarmony“ ihre Homo-Feindlichkeit zu stehen: Die Betreiberfirma, die von einem evangelikalen Christen betrieben wird, muss eine halbe Million Dollar Entschädigung an Schwule zahlen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung keinen Platz auf der Seite finden durften.

Rund 150 homosexuelle Männer haben deshalb die Firma geklagt – und sich jetzt außergerichtlich mit ihr geeinigt. Teil des Deals: Neben der Entschädigung übernimmt „eHarmony“ die Anwalts- und Gerichtskosten in der Höhe von 1,5 Millionen Dollar. Dafür muss sie kein Fehlverhalten zugeben.

Die Betreiber von „eHarmony“ hatten immer argumentiert, der Sinn ihrer Seite sei es, Paare für die Ehe zu vermitteln – und diese sei für Lesben und Schwule in den meisten US-Bundesstaaten illegal. „Wir wollen daher nicht bei etwas mitwirken, das illegal ist“, erklärten die Betreiber im Vorfeld des Prozesses. Die Kläger beriefen sich aber auf die kalifornische Verfassung – und in der ist die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verboten.

„eHarmony“ gilt als erfolgreichste Dating-Seite der USA. Statistisch heiraten in den Vereinigten Staaten jeden Tag 236 Heterosexuelle, die sich über das Portal kennengelernt haben, das sind zwei Prozent aller Ehen.

Mittlerweile haben die Betreiber von „eHarmony“ das Problem übrigens gelöst: Letztes Jahr haben sie mit „Compatible Partners“ eine eigene Website für Lesben und Schwule gestartet. Wer jetzt auf „eHarmony“ nach einem gleichgeschlechtlichen Partner sucht, wird automatisch auf die neue Seite umgeleitet.