Steckte 34-Jähriger Wiener bis zu 20 Burschen mit HIV an?

Ein tragischer Fall bewegt derzeit die Wiener Community: Wie die Tageszeitung „Heute“ berichtet, soll ein 34-jähriger Wiener bis zu zwanzig Menschen mit dem HI-Virus angesteckt haben. Zwei seiner Sexpartner, beide 20, haben ihn jetzt wegen vorsätzlicher Gefährdung der Gesundheit angezeigt.

An die Öffentlichkeit kam der Fall durch den Anwalt der beiden Burschen, den bekannten Szenejuristen Helmut Graupner. Wie er der Gratis-Tageszeitung erzählt, hat der Angestellte seinen Partnern verschwiegen, mit dem HI-Virus infiziert zu sein. Und: „Der Beschuldigte hat auch die Benützung eines Kondoms vorgetäuscht“, so Graupner.

Auch, um weitere Infektionen zu verhindern, wehren sich nun zwei der Opfer. Die beiden 20-Jährigen haben im August Anzeige wegen vorsätzlicher Gefährdung der Gesundheit erstattet. Sie geben an, vom Wiener mit dem Virus angesteckt worden zu sein. Und verweisen darauf, dass es in ihrem Bekanntenkreis weitere Opfer geben könnte.

Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in dem brisanten Fall. Erste Zeugen wurden einvernommen. Dem Angestellten könnte dann auch eine Anklage wegen Körperverletzung drohen.

Doch der Angestellte dürfte sich gegen die Anschuldigungen auf seine eigene Art wehren: Er soll einen gemeinsamen Bekannten seinerseits zu einer Anzeige gegen eines seiner Opfer überredet haben, so Graupner. Für den Anwalt ist diese Gegenanzeige ganz klar „eine Racheaktion“.

Beide Verfahren sind noch anhängig.