Uganda: Oppositionsführer will Homosexualität straffrei machen

Der Oppositionsführer von Uganda, Kizza Besigye, hat sich für ein Ende der Kriminalisierung von Homosexualität in dem afrikanischen Land ausgesprochen. Er tritt bei den Wahlen am 18. Februar gegen den amtierenden Präsidenten Yoweri Museveni an.

Wie lokale Medien berichten, sagte Besigye am Montag in einem Fernsehinterview, dass die Polizei in Uganda wichtigeres zu tun hätte als wegen Homosexualität zu ermitteln. „Das ist etwas, das in der Privatsphäre der Menschen passiert, zwischen Erwachsenen, die damit einverstanden sind“, sagte er. Er fügte hinzu, dass dies seine persönliche Meinung sei und nicht die der Vier-Parteien-Oppositionsgruppe, die er anführt. Das Interview ist Teil einer Wahlsendung, die landesweit ausgestrahlt wird.

Das Thema verursache „viel zu viel Aufregung“ bei den führenden Politikern, so Besigye weiter. Grund dafür ist unter anderem auch ein Gesetzesentwurf des Abgeordneten David Bahati von der Regierungspartei. Dieser möchte Homosexualität sogar mit dem Tod bestrafen. Dafür bekam er mittlerweile auch von Präsident Museveni eine Rüge, weil der Gesetzesentwurf internationale Empörung auslöste. Homosexualität ist in Uganda als „Akt wider die Natur“ gesetzlich verboten.

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