Belgrade Pride: Verbot verfassungswidrig

Das Verbot der Lesben- und Schwulenparade in Belgrad im Jahr 2009 war verfassungswidrig. Zu diesem Urteil kommt das serbische Verfassungsgericht.

Damit haben die Richter einer Klage des „Zentrums für Menschenrechte“ entsprochen, das im Namen der Parade-Organisatoren geklagt hat. Für den Leiter des Zentrums, den Völkerrechtsexperten Vojin Dimitrijevic, ist die Entscheidung des Gerichts „angesichts der in der serbischen Gesellschaft herrschenden Homophobie“ ein „mutiger“ Schritt. Sie liefere klare Signale, dass sich ähnliche Situationen in der Zukunft nicht wiederholen dürfen, sagte Dimitrijevic der Tageszeitung „Danas“.

Für die Veranstalter der Belgrade Pride ist dieses Urteil ein Hoffnungsschimmer: Nachdem es bei der ersten Parade im Jahr 2010 zu Ausschreitungen nationalistischer Gruppen gekommen ist, wurde die Parade letztes Jahr von den Behörden aus „Sicherheitsgründen“ wieder untersagt.