US-Autowerkstatt entfernt Studenten gratis homophobe Ritzereien

Jordan Addison ist ein offen schwuler Student der Radford University in Virginia – insgesamt vier Mal wurde sein VW von schwulenfeindlichen Vandalen beschädigt. Eine Reparatur kann er sich nicht leisten. Jetzt hat eine Werkstatt das Auto gratis repariert – und aufgemotzt.

Gut 2.500 Dollar Schaden haben die Unbekannten verursacht. „Das erste Mal waren einige homophobe Beschimpfungen eingeritzt“, erinnert sich Addison im Lokalsender WDBJ-7 an die erste Beschädigung im März. „Das zweite Mal hat jemend mit dem Schlüssel ‚Stirb‘ eingeritzt“.

Bis Mai wurde der Wagen noch zwei weitere Male beschädigt, einmal davon direkt vor seiner Wohnung. Reifen wurden zerstochen, Scheiben eingeschlagen. Er versuchte, die Schäden selbst zu beseitigen – ohne Erfolg. Weil er sich eine Reparatur in einer Werkstatt nicht leisten konnte, fuhr er mit dem beschädigten Wagen weiter.

Doch dann sah Richard Henegar, Manager von „Quality Auto Paint and Pody“ den Wagen. „Als ich den Vandalismus gesehen hab, habe ich gesagt, wir reparieren dein Auto umsonst, das ist das Mindeste, was wir tun können“. Und dabei gaben sich Henegar und sein Team wirklich Mühe.

Sie investierten mehr als 100 Arbeitsstunden in Addisons Auto. Außer einem neuen Lack bekam das Auto auch neue Reifen, eine neue Soundanlage, getönte Scheiben und ein neues Sicherheitssystem. Gesamtkosten: Über 10.000 Dollar, die sich die Firma mit zehn anderen Unternehmen teilt.

Der Student ist begeistert: „Es sieht großartig aus“, so Addison. „Seit ich es habe, hat es noch nie so gut ausgesehen“, freut er sich. Und mit dem neuen Alarmsystem wird es wohl auch nicht mehr so bald beschädigt werden.

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