LGBT-Aktivisten in Mazedonien verprügelt

In Mazedonien sind am Samstag Mitglieder der Organisation „LGBT United“ bei einem Marsch durch Bitola, der zweitgrößten Stadt des Landes, verprügelt worden.

Als Teil eines Projekts für Bürgerrechte von Schwulen, Lesben und Transgendern marschierten sie mit Regenbogenflaggen und Informationsmaterial gemeinsam mit der Gruppe „Sexual and Health Rights of Marginalized Communities“ durch die Stadt.

Bespuckt, beschimpft, verprügelt

Anschließend waren sie mit einer Regenbogenflagge in einem Lokal. Als sie dieses verließen, wurden sie von vier Personen angegriffen, die später noch Unterstützung von drei weiteren Männern bekamen. Sie entrissen den Aktivisten gewaltsam jene Transparente, auf denen sie für Gewaltfreiheit warben. „Ihr solltet eure Poster in Skopje aufhängen, nicht in Biolta“, rief einer, und: „Ich verprügle euch, erzählt das jedem“. Die Aktivisten wurden beschimpft, bespuckt und geschlagen.

Als einer der Aktivisten mit seinem Handy die Polizei rufen wollte, hat ihm ein Angreifer dieses aus der Hand geschlagen und gedroht: „Ich bringe dich um!“. Dann verließen sie den Ort des Angriffs mit den Transparenten.

Der Vorfall wurde sofort bei der Polizei von Biotla angezeigt. Die beiden angegriffenen Organisationen verurteilen die Gewalttat und fordern dies auch von der Regierung.