Beatrix hat abgedankt – die neue Königin kämpft für Lesben- und Schwulenrechte

Die niederländische Königin Beatrix hat heute abgedankt – genau 33 Jahre, nachdem sie den Thron von ihrer Mutter übernommen hatte. Es war eine schlichte Zeremonie und eine einfache Unterschrift, die ihren ältesten Sohn Willem-Alexander um König der Niederlande machte.

Unter Königin Beatrix entwickelten sich die Niederlande zu einem Vorreiter bei Lesben- und Schwulenrechten. Schon zuvor war das liberale Land die heimliche Hauptstadt der Lesben- und Schwulenszene. Im Jahr 1983 wurde ein Gleichbehandlungsgesetz verabschiedet, das erstmals auch die Diskriminierung von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen bestrafte. Im Jahr 1998 wurde in den Niederlanden die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule eingeführt, am 1. April 2011 wurde auch die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet – als erstes Land der Welt.

Dieser Kurs wird auch unter König Willem-Alexander beibehalten. Dafür sorgt auch die neue Königin Máxima. Die gebürtige Argentinierin, das beliebteste Mitglied des Königshauses, setzt sich für die volle Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen ein. So hat sie am 5. März 2008 als erstes Mitglied einer königlichen Familie weltweit an einer Konferenz über die Rechte von Lesben und Schwulen teilgenommen.

Dabei hat sie auch eine Erklärung unterschrieben, die die volle Gleichstellung von Lesben und Schwulen in den Niederlanden fordert. „Die Prinzessin befürwortet die gleichen Rechte aller Gruppen in den Niederlanden“, so ihr Sprecher damals.

Für Frank van Dalen von der niederländischen Lesben- und Schwulenorganisation COC war die Anwesenheit von Máxima „historisch bedeutend“. Als Gattin des neuen Königs wird ihr Wort zukünftig noch mehr Gewicht haben.