Kirche der Dominikanischen Republik beschimpft designierten US-Botschafter

Die Töne in der Dominikanischen Republik werden rauer: Nachdem US-Präsident Barack Obama beschlossen hat, den offen schwulen Karrierediplomaten James „Wally“ Brewster als Botschafter in das lateinamerikanische Land zu entsenden, läuft die römisch-katholische Kirche des Landes Sturm gegen diese Entscheidung.

Offene Drohungen gegen Diplomat

Dabei vergreift sich die hohe Geistlichkeit offenbar auch schon einmal im Ton: Kardinal Nicolás de Jesús López Rodríguez hat Brewster nun bei einer Pressekonferenz als „maricón“ bezeichnet, was normalerweise als „Schwuchtel“ übersetzt wird. Monsignore Pablo Cedano legte noch nach und versprach Brewster einen „unangenehmen Aufenthalt“ und eine schnelle Heimreise: „Ich hoffe, dass er nicht hier im Land ankommt weil ich weiß, wenn er kommt wird er leiden und wieder gehen müssen“, so der Geistliche.

Eine Reaktion der Vereinigten Staaten steht noch aus. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Cesar Pina, hat bereits angekündigt, Brewster als Botschafter willkommen zu heißen.