Amsterdam: 2000 protestieren gegen Putins ‚Anti-Homo-Propaganda‘-Gesetz

In Amsterdam sind am Sonntag 2.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die schwulen- und lebensfeindliche Politik Russlands zu demonstrieren. Unter ihnen war auch der Amsterdamer Bürgermeister Eberhard van der Laan. Grund für den Protest war ein russisches Kulturfestival.

Die Demonstranten trafen sich am Museumsplein, wo wenig später das russische Nationalorchester auftrat. In seiner Rede machte van der Laan klar: „Liebe ist nicht Propaganda“.

Amsterdam sei stolz auf seine schwul-lesbische Szene, „die zurecht die Unterstützung der Regierung verlangt“, so der Bürgermeister weiter. Im Falle Russlands sei diese Unterstützung „eine Frage des Prinzips“.

Das Jahr 2013 steht im Zeichen der besonderen Beziehungen zwischen Russland und den Niederlanden. Deshalb gibt es einen regen gegenseitigen Kulturaustausch. Das „Anti-Homo-Propaganda“-Gesetz der Regierung Putin hat allerdings in dem liberalen Staat für starke Irritationen gesorgt. Unter anderem wurde eine Gruppe Niederländer wegen dieses Gesetzes verhaftet und aus Russland ausgewiesen.