Stellvertretender Parlamentspräsident soll sieben Männer missbraucht haben

Der Vizepräsident des britischen Parlaments hat sein Amt niedergelegt. Der Konservative Nigel Evans wird verdächtigt, mittlerweile sieben Männer sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben.

Nun hat die Staatsanwaltschaft in London bestätigt, dass gegen den offen schwulen Politiker Anklage erhoben wird, unter anderem wegen Missbrauchs und Vergewaltigung.

An die Öffentlichkeit traten die Vorwürfe erstmals im März, als Evans vorübergehend festgenommen wurde. Damals wurde er verdächtigt, zwischen 2009 und März diesen Jahres einen Mann vergewaltigt und einen zweiten sexuell belästigt zu haben. Das Alter der Opfer wurde von den Behörden mit „unter 30 Jahren“ angegeben. Die Übergriffe sollen sich in Pendleton im Nordwesten Englands ereignet haben. Nun gibt es offenbar weitere Vorwürfe. Für Evans gilt die Unschuldsvermutung.