‚Es gibt keine Homosexuellen in Sotschi‘

Der Bürgermeister von Sotschi, Anatoli Pahkomow, besteht darauf, dass in seiner 350.000 Einwohner zählenden Stadt keine Homosexuellen leben. Sie wären aber willkommen, solange sie sich an das russische Verbot von „Homo-Propaganda“ gegenüber Minderjährigen halten.

In einem Interview mit BBC-Reporter John Sweeney betonte Pahkomow, Mitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: „Unsere Gastfreundschaft gilt für jeden, der die Gesetze der russischen Föderation befolgt und seine Gewohnheiten niemand anderem aufzwingt.“

„Wir sagen einfach, das ist ihre Sache, ihr Leben. Aber hier im Kaukasus, wo wir leben, ist das nicht akzeptiert. Wir haben das nicht in unserer Stadt“, erklärt der Bürgermeister dem Reporter. Darauf angesprochen, dass es in Sotschi sogar zwei Schwulenbars gibt, wird Pahkomow ungehalten. „Ich bin mir nicht sicher, aber verdammt noch einmal, ich kenne sie nicht“, schnauzt er den BBC-Reporter an.