Eheverbot in Oregon ist verfassungswidrig

Erneut hat ein Bundesrichter in den USA das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare in einem US-Bundesstaat aufgehoben. Diesmal betrifft es Oregon, wo die Wähler im Jahr 2004 in einer Volksabstimmung das Eheverbot in den Verfassungsrang gehoben hatten.

„Weil die Ehegesetze von Oregon auf Basis der sexuellen Orientierung diskriminieren, ohne dass es eine rationale Verbindung zu einem legitimen Interesse der Regierung gibt, verletzt es das die Gleichbehandlungsklausel des 14. Zusatzes zur Verfassung der Vereinigten Staaten“, urteilte Richter Michael McShane am Montag.

Bereits im Februar hat der Generalstaatsanwalt von Oregon angekündigt, das Eheverbot nicht vor Gericht zu verteidigen. Trotzdem ist der Kampf für die Ehe-Öffnung in den US-Bundesstaat noch nicht zu Ende. „Meine Entscheidung wird nicht das letzte Wort bei diesem Thema sein, aber bei diesem Punkt der Ehe bin neige ich mehr zu den Gemeinsamkeiten als zu den Unterschieden“, so Richter McShane.

In Multnomah County wurden die ersten Ehelizenzen schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Urteils an gleichgeschlechtliche Paare ausgegeben. „Die Liebe hat heute begonnen“, sagt Marty Rouse von der Bürgerrechtsorganisation „Human Rights Camping“ (HRC).

Damit ist die Ehe in 18 US-Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington für schwule und lesbische Paare geöffnet. In Arkansas und Idaho wurden entsprechende Urteile beansprucht.