Colin Farrell ruft Iren auf, für Ehe-Öffnung zu stimmen

Hollywood-Schauspieler Colin Farrell setzt sich dafür ein, dass Lesben und Schwule in seiner Heimat Irland heiraten können. Der Grund dafür ist ein persönlicher: Sein Bruder Eamon ist schwul.

In einem Brief, der in der irischen Zeitung „Sunday World“ erschienen ist, schreibt der 38-Jährige offen darüber, wie sein älterer Bruder als Kind wegen seiner sexuellen Orientierung gehänselt wurde. „Mein Bruder Eamon hat es sich nicht ausgesucht, schwul zu sein“, so Colin Farrell. „Ja, er hat sich ausgesucht, Eyeliner in der Schule zu tragen und das war vermutlich nicht die pragmatischste Reaktion auf die täglichen Qualen, die er von seinen Mitschülern erfahren hat.“

Doch Eamon sei stets stolz darauf gewesen, wer er war, erinnert sich Colin Farrell. „Stolz und aufmüpfig und – natürlich – provokativ.“

Als er seinen Freund heiraten wollte, musste Eamon mit seinem Mann nach Kanada gehen. Das war für Colin Farrell der Grund, sich für die Öffnung der Ehe in Irland einzusetzen. „Die Tatsache, dass mein Bruder Irland verlassen musste, damit sein Traum, verheiratet zu sein, wahr werden konnte, ist wahnsinnig“, macht er seine Position klar.

Die Iren sollen im Frühjahr darüber abstimmen können, ob die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet werden soll. Aktuellen Umfragen zufolge sind bis zu drei Viertel der Wahlberechtigten dafür.