Demo gegen Homo-Rechte in Gambia

Tausende Menschen haben am Dienstag in Banjul, der Hauptstadt von Gambia, gegen die Europäische Union protestiert. Die EU hatte ihre Entwicklungshilfe in das afrikanische Land eingefroren, nachdem dort ein Gesetz verabschiedet wurde, das für homosexuelle Handlungen teils lebenslange Strafen vorsieht.

Unter den Teilnehmern der Demonstration war auch der Präsident von Gambia, Yahya Jammeh. Sie hielten Schilder hoch, auf denen Sätze wie „Homosexualität ist unmenschlich“, „Auch Kühe tun es nicht“ oder „Homosexualität ist im Islam verboten“ stand. Die Mehrheit der Bewohner in Gambia ist muslimisch.

Im Namen der Protestanten hat Saihou Sanyang, Staatssekretär im Ministerium für regionale Verwaltung, eine Petition gegen Homosexualität vorgelesen. Darin heißt es: „Als Land mit einer religiösen Bevölkerung, die nach den Vorgaben Allahs lebt, wie er es in seinen Predigen vorgegeben hat, akzeptiert es auch nach den Vorgaben der Säkularität in keiner Weise unmoralische Handlungen.“

Weiters heißt es in der Petition, das „unsere Intoleranz gegenüber den unnatürlichen und abscheulichen Verfehlungen der Homosexualität und des Lesbianismus“ nicht verhandelbar wäre. „Wir stehen zur Position unserer Regierung, keine Toleranz gegenüber Homosexualität oder Lesbianismus oder beidem zu zeigen – auf Basis unserer religiösen, sozialen, moralischen und ethischen Erziehung.“

Das Gesetz gegen Homosexualität in Gambia ist ähnlich streng wie jenes in Uganda. Es sieht für „aggressive Homosexualität“ und „Wiederholungstäter“ lebenslange Haftstrafen vor.