Montag, 15. April 2024
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Steßl: ‚Papamonat‘ auch für homosexuelle Paare

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SPÖ-Beamtenstaatssekretärin Sonja Steßl fordert einen „Babymonat“ für öffentlich Bedienstete, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben. Das berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Derzeit kann der 2011 eingeführte „Papamonat“ nur in Anspruch genommen werden, wenn es im gemeinsamen Haushalt einen Vater und eine Mutter gibt.

Zumindest für ihren Bereich will Steßl nun diese Diskriminierung beseitigen. Es wäre „Zeit für den nächsten Schritt: Die Einschränkung ist nicht mehr zeitgemäß“, so die SPÖ-Politikerin. „Es sollte auch gleichgeschlechtlichen Paaren, die Nachwuchs erwarten, ermöglicht werden, den ersten Lebensmonat des Kindes gemeinsam zu verbringen“, erklärt die Beamten-Staatssekretärin dem „Standard“.

Ein entsprechender Vorschlag soll den Sozialpartnern und der ÖVP in Kürze vorgelegt werden. Beschlossen werden könnte der „Babymonat“ für gleichgeschlechtliche Paare im öffentlichen Dienst dann bei der nächsten Dienstrechtsnovelle.

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Dort wurde der „Papamonat“ seit seiner Einführung im Jahr 2011 von rund jedem achten Vater in Anspruch genommen. Im öffentlichen Dienst haben die Väter einen Rechtsanspruch von bis zu vier Wochen unbezahlter Freistellung während des Mutterschutzes. Besonders oft wurde dieses Modell bei Militär und Exekutive in Anspruch genommen.

In der Privatwirtschaft gibt es diesen Rechtsanspruch nicht. Die Regierung hat aber vereinbart, einen „Papamonat“ auch dort zu prüfen, er könnte bis 2016 eingeführt werden. Steßl betont, dass bei einer Einigung das Modell auch gleichgeschlechtliche Paare miteinschließen müsse.

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