Schweizer Bundespräsidentin für Ehe-Öffnung

Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hofft, dass Lesben und Schwule in der Schweiz schon bald heiraten können. Im Rahmen einer Enquete über eine Modernisierung des Familienrechts in Bern sagte sie, es könne nicht sein, dass man diese Paare weiterhin rechtlich diskriminiere.

Weiters erwähnte Sommaruga in diesem Zusammenhang die Idee, den französischen „Pacte civil de Solidarite“ (PACS), also eine „Ehe light“ auch in der Schweiz einzuführen. Diesen Vorschlag hatte der Bundesrat vor wenigen Wochen gemacht.

Bereits im Februar hatte die Rechtskommission des Nationalrats einen Antrag der Grünliberalen, die Ehe für alle zu öffnen, mit deutlicher Mehrheit angenommen. Zwölf Abgeordnete stimmten dafür, neun dagegen, es gab eine Enthaltung.

Die Schweizer Lesben- und Schwulenverbände sind über diese Unterstützung erfreut. „Wir verlangen keine Sonderrechte, sondern schlicht Gleichstellung. Und wir fordern die Öffnung der Ehe weil unsere Beziehungen gleich stark und unsere Familien gleich viel wert sind wie die aller anderen Schweizerinnen und Schweizer“, heißt es in einer Stellungnahme.