Uganda Pride feiert Ende des ‚Anti-Homosexualitäts-Gesetzes‘

Sie sind wohl die Vorbilder für alle Lesben, Schwule und Transgender in Uganda: Etwa 200 Aktivisten haben dieses Jahr bereits zum dritten Mal in Entebbe am Victoria-See eine Gay Pride veranstaltet. Bei der Veranstaltung am Samstag, die der Höhepunkt der einwöchigen Feiern war, erinnerten sie an die an die Aufhebung eines weltweit kritisierten Anti-Homosexuellen-Gesetzes vor einem Jahr.

Das Gesetz sah unter anderem lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle vor und verpflichtete Bürger, Schwule und Lesben bei den Behörden zu denunzieren. Das Verfassungsgericht des Landes kippte das Gesetz nach sechs Monaten wegen Formfehlern. Während es in Kraft war, gab es Lesben- und Schwulenorganisationen zufolge mehr Übergriffe auf gleichgeschlechtlich liebende Menschen.

Das habe sich gebessert: Im Umgang mit Homosexuellen habe es in Uganda „gewisse Fortschritte“ gegeben, sagte einer der Organisatoren des Marsches, Richard Lusimbo. Die Aufhebung des Gesetzes sei ein wichtiges Signal gewesen. Homosexualität ist in Uganda aber nach wie vor verboten. und wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft.

Doch davon ließen sich die Aktivisten nicht beirren: Während der Woche gab es unter anderem einen Transgender-Tag und eine Wahl zum „Mister und Miss Pride“. „Für uns ist das eine Feier dessen, wie wir sind“, erklärt Lusimbo weiter. Die politische Botschaft kam trotzdem nicht zu kurz: „Wir sind hier und senden der breiten Bevölkerung die Nachricht, dass es uns gibt, und wir Rechte wollen wie jeder Andere Bürger von Uganda“.