Keegan Hirst: Massive Unterstützung für schwulen Rugby-Spieler

Zufrieden ist der englische Rugby-Spieler Keegan Hirst nach seinem öffentlichen Coming Out. Mitte August hat er in einem Interview mit der britischen Sonntagszeitung „Sunday Mirror“ erstmals über seine Homosexualität gesprochen.

Seitdem ist viel geschehen: Hirst ist wieder auf dem Rugby-Feld gestanden und hat jede Menge Reaktionen bekommen – und die sind positiv: „Ich dachte, ich werde von Freunden und der Familie verstoßen, aber das ist nicht passiert“, sagt er. „Die Unterstützung meiner Teamkollegen und vom anderen Rugby-Profis hat mich wirklich überrascht – das war alles positiv.“

So hat unter anderem sein Teamkollege Alex Rowe getwittert, er sei froh, dass „einer meiner besten Freunde weltweit massive Unterstützung bekommen hat“. Er sei „ein großartiger Freund und Vater“, so Rowe. Gareth Thomas, der erste offen schwule Rugby-Profi der Insel, hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Er hat getwittert, dass er stolz auf Hirst sei. Er habe ihm bereits vor einigen Tagen seine Unterstützung angeboten.

Auch in seiner eigenen Wahrnehmung hat sich für Keegan Hirst viel verändert: „Am Anfang konnte ich nicht einmal zu mir selbst sagen ‚Ich bin schwul‘, und es aussprechen. Nun habe ich das Gefühl, ich kann etwas herauslassen, was ich eine lange Zeit in mir gehalten habe.“ Er dachte sogar an Selbstmord, erzählt der Rugby-Spieler: An den schlimmsten Tagen habe er gedacht, sich nicht outen zu können – und lieber tot zu sein als geoutet. „Das einzige Mal, dass ich mich frei von dieser Qual gefühlt habe, war am Rugby-Feld. Jetzt fühle ich mich frei.“, so Hirst im „Sunday Mirror“.