[Video] HOSI Linz demonstriert gegen Ende der Ampelpärchen

Morgen findet in Linz unter dem Titel „Vielfalt statt Einfalt“ eine Demonstration zur Wiedermontage der Ampelpärchen statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der HOSI Linz. Beginn der Demonstration ist um 15.30 Uhr an der Mozartkreuzung, wo die Ampelpärchen ursprünglich montiert wurden. Die Teilnehmer treffen sich am Martin-Luther-Platz.

Danach marschieren die Teilnehmer über die Landstraße, die wichtigste Einkaufsstraße der Innenstadt, zum Neuen Rathaus der Stadt. Dort gibt es Ansprachen der HOSI Linz, vermutlich werden auch einige Politiker hier eine Stellungnahme abgeben. Das genaue Programm wird heute im Laufe des Tages festgelegt. Auf Facebook haben sich bis jetzt fast 130 Teilnehmer angemeldet.

Protest gegen Schnellschuss des FP-Stadtrats

Die Ampelpärchen wurden auf Geheiß des neuen Linzer Verkehrsstadtrates Markus Hein von der FPÖ abmontiert. Die Scheiben wurden erst im Sommer auf die Pärchen-Motive getauscht – die Idee dafür kam von einer Facebook-Initiative, die auch die Kosten dafür getragen hat. Die Ampelscheiben lagern derzeit beim Magistrat der Stadt Linz. Dort wollen sie die Aktivisten auch lassen, „solange es eine Chance gibt, dass sie wieder angebracht werden“, wie sie den „OÖ Nachrichten“ sagen.

Mit der Demonstration möchte die HOSI Linz „ein Zeichen setzen gegen die homophobe Politik der Linzer FPÖ und für Weltoffenheit und ein respektvolles Miteinander in Linz“, wie sie auf Facebook mitteilt. Weiters fordert sie eine Entschuldigung der FPÖ.

Hein verteidigt seine Entscheidung

Dazu wird es aber wohl nicht kommen: Verkehrsstadtrat Markus Hein sagte gestern, er bereue die Entscheidung nicht und würde sie auch nicht revidieren. Lediglich eine „Minderheit“ rege sich über die Demontage der Ampelpärchen auf, er selbst habe viel Zuspruch erfahren. Sexualität habe „nichts in der Öffentlichkeit zu suchen“, so Hein auf einer Pressekonferenz.

Unterstützt wird die Demonstration auch von anderen Gruppen der Linzer Community, unter anderem auch von den Jungen Grünen Oberösterreich, die dazu auch ein Video auf Facebook gepostet haben.

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