Harry Styles: Konzert-Premiere mit Regenbogenflagge

Bei seinem ersten Solo-Konzert in San Francisco zeigt der ehemalige One-Direction-Sänger seine Verbundenheit mit der LGBT-Community

Harry Styles
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Am Dienstag war es soweit: Harry Styles, ehemaliges Mitglied der Boyband One Direction hat im Masonic Auditorium in San Francisco sein erstes Live-Konzert gegeben – und ist dabei seinem Ruf als Unterstützer der LGBT-Community wieder gerecht geworden. Über seine eigenen sexuellen Vorlieben schweigt der 23-Jährige weiterhin lieber.

Eine Regenbogenflagge am Mikrofonständer, eine queere Band im Vorprogramm

Harry Styles
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Bevor Harry Styles in der Mitte des Konzertes seinen Song „Woman“ anstimmte, band er eine Regenbogenflagge an den Mikrofonständer. Die Flagge blieb am Mikrofon – und während er „Just A Little Bit Of Your Heart“ von Ariana Grande coverte, zeigte er die ganze Flagge dem Publikum – ein tolles Zeichen der Unterstützung! Erst nachdem er während „What Makes You Beautiful“ von seiner ehemaligen Band One Direction die Flagge ein wenig wehte, verschwand sie aus dem Sichtfeld der begeisterten Zuschauer.

Es ist nicht das erste Mal, dass Harry Styles bei einem Konzert seine Unterstützung für die LGBT-Community offen zeigt. Im Jahr 2014 trug er bei einem One Direction-Konzert in St. Louis ein Football-Shirt von Michael Sam, dem bislang einzig offen schwulen Profi-Footballspieler. Ein Jahr danach trug Harry Styles bei einem anderen One Direction-Konzert in New York eine Regenbogenflagge als Cape. Dieses Jahr hat er im französischen Fernsehen gesagt, LGBT-Rechte wären Grundrechte.

Und auch mit seinem Vorprogramm setzt Harry Styles ein deutliches Zeichen: Bei vielen Konzerten in den USA und Europa tritt vor dem Sänger die queere Band MUNA auf. Das Elektropop-Trio bezeichnet sich selbst als „queere Girl-Band“. Ihre Songs thematisieren immer wieder Themen wie Sexualität und Gender.

Über seine eigene sexuelle Orientierung schweigt sich der Sänger aus

Harry Styles lässt Fragen über seine sexuelle Orientierung offen. Gegenüber der britischen Boulevardzeitung The Sun sagte er: „Es ist merkwürdig für mich – jeder sollte so sein wie er will. Es ist knallhart, jemandem eine Begründung zu solchen Fragen geben zu müssen. Ich habe kein Bedürfnis, meine Sexualität zu definieren.“

Über Miley Cyrus, die sich als pansexuell (Personen treffen keine Vorauswahl nach Geschlecht bzw. Geschlechtsidentität) definiert, sagte er: „Wenn man in einem kreativen Umfeld ist, ist es wichtig, fortschrittlich zu sein. Es ist toll, dass Menschen so etwas tun.“

Am 27. Oktober tritt Harry Styles in Köln auf, am 7. November in Berlin. Im März und April folgen Konzerte in Basel, Oberhausen, Hamburg, München und Mannheim. Ein Auftritt in Österreich ist nicht geplant.