Anschlag auf Beratungs- und Infozentrum des LSVD Saar

Unbekannte wollte die Scheiben des LGBT-Zentrums "Checkpoint" in Saarbrücken einschlagen

Checkpoint
LSVD Saar/Facebook

In Saarbrücken ist in der Nacht auf Dienstag das Schaufenster des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) zerstört worden. Es ist nicht das erste Mal, dass die Räume in der Mainzer Straße zum Opfer von Vandalismus wurden.

Nicht der erste Anschlag auf das Zentrum des LSVD Saar

„Erneut wurden die Fenster unseres Lesben- und Schwulenzentrums attackiert“, schrieb der Landesverband auf Facebook. Dieses Mal sei die Scheibe nicht nur zerkratzt, sondern eingeschlagen worden. Spuren zu den Tätern gibt es nicht. Der LSVD Saar hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Das Zentrum „Checkpoint“ des LSVD Saar ist nicht nur das Büro des Landesverbandes. Es dient auch als Informationsbörse. Verschiedene Gruppen der Community treffen sich in dem Zentrum oder nutzen die Räumlichkeiten, um Beratungen durchzuführen. Das Spendenkonto für die Arbeit des LSVD-Checkpoint bei der Sparkasse Saarbrücken hat den IBAN DE22590501010090014267.

Immer wieder Anschläge auf LGBT-Einrichtungen in Deutschland

Wie das deutsche Online-Portal queer.de berichtet, werden LGBT-Einrichtungen in Deutschland immer wieder zur Zielscheibe von Vandalen. So haben erst Anfang Jänner Unbekannte den Eingangsbereich der queeren Studentenreferate an der Universität Düsseldorf verwüstet. Die Antwort der Studentenvertreter darauf: „Unser Tesa ist stärker als euer Hass!“

Letztes Jahr wurde der Nacht vor der Öffnung der Ehe im Deutschen Bundestag das Wahlkreisbüro des offen schwulen SPD-Abgeordneten Michael Roth mit dem Spruch „Ehe nur für Mann und Frau“ beschmiert. Wenige Stunden später wurde in Bremen das LGBT-Zentrum „rat+tat“ zum Ziel eines Buttersäure-Anschlags.

Wenige Stunden zuvor hatte das Zentrum zusammen mit den Grünen zu einem Flashmob zur Ehe-Öffnung in die Innenstadt geladen. „Wie schön, anhand der gerade an unsere Tür geschütteten Buttersäure können wir feststellen, dass wir anscheinend alle erreicht haben mit der Information über die Ehe für alle. Danke an die Gäste, die weiterfeiern!“, kommentierte das Bremer LGBT-Zentrum den Anschlag.