Wiener Austria kassiert während homophober Sprechchöre ein Gegentor

Schlechtes Karma für den Wiener Traditionsverein

Austria Wien
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Das nennt man wohl schlechtes Karma: Während Fans von Austria Wien am Wochenende beim Match gegen die Admira einen schwulenfeindlichen Sprechchor anstimmten, kassierte die Mannschaft ein Gegentor. Das berichtet der Sportsender Sky Sport Austria online.

Vor zwei Wochen provozierte Rapid mit einem homophoben Spruchband

Wenn es um die Erzrivalität der beiden großen Wiener Fußballclubs geht, wird mit harten Bandagen gekämpft: Vor zwei Wochen provozierten Fans des SC Rapid mit einem homophoben Spruchband: Während der ersten Spielhälfte des Spiels gegen die Admira haben sie ein homophobes und gewaltverherrlichendes Transparent gezeigt.

Beim Spiel der Austria gegen die Admira am Samstag gab es nun die Replik der Austria-Fans: Im Fanblock gröhlten einige Fans „Schwuler SCR“. Doch das brachte der eigenen Mannschaft kein Glück. Während dieser Gesänge „bestrafte“ die Admira mit dem Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 die Austria-Fans. Danach gewann die Admira das Spiel gegen die Austria sogar noch mit 2:1.

Die Wiener Austria distanziert sich klar von den schwulenfeindlichen Sprechchören

Und auch beim Verein selbst stießen die Sprechchöre der Fans nicht auf Begeisterung. Im Interview mit Sky-Reporter Johannes Brandl sprach sich Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt klar gegen Homophobie aus. „Wenn es so gewesen ist, dann tut es mir noch mehr leid, weil ich dafür überhaupt kein Verständnis hätte“, so Wohlfahrt.

Austria-Vorstand-Boss Markus Kraetschmer nannte die homophoben Sprechchöre gegenüber Sky sogar einen „dunklen Punkt im heutigen Spiel“: „Das sind Themen, die wir nicht wollen, das sind Themen, gegen die wir grundsätzlich arbeiten.“

Man müsse weiter Bewusstsein schaffen, die Austria habe sich in den letzten Jahren auch immer wieder in diesem Bereich engagiert, so Kraetschmer weiter. Der 46-Jährige betonte auch, dass ein Großteil der Austria-Fans „tolerant und weltoffen“ sei.