Berlin: Junges schwules Paar beleidigt und bespuckt

Die Polizei konnte die Personalien von zwei Tatverdächtigen feststellen

Polizei Berlin
Symbolbild

Erneut hat es in Berlin einen homophoben Vorfall gegeben: Wie die Polizei meldet, sind gestern Abend zwei junge Schwule in Berlin-Mitte beleidigt und angespuckt worden.

Die Männer gingen Hand in Hand im Park, als sie beschimpft wurden

Bisherigen Erkenntnissen zufolge liefen die beiden Männer, 19 und 20 Jahre alt, gestern gegen 20 Uhr Hand in Hand durch den Volkspark am Weinsbergpark. Plötzlich wurden sie aus einer Gruppe von Männern heraus beleidigt und bespuckt.

Sofort herbeigerufene Polizisten suchten den Park nach der Gruppe ab und nahmen die Personalien von zwei jungen Männern auf, die Teil der Gruppe gewesen sein sollen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern und ihren Begleitern gibt es nicht. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz am Landeskriminalamt Berlin übernommen.

Die Berliner Polizei geht offen mit Straftaten gegen sexuelle Minderheiten um

In Berlin macht die Polizei einen möglichen homo- oder transphoben Hintergrund von Verbrechen im Gegensatz zu den meisten anderen Städten im deutschen Sprachraum öffentlich. Zu den häufigsten Tatorten schwulen- oder transfeindlicher Übergriffe zählen die Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg , Neukölln und Tempelhof-Schöneberg.

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik ruft in diesem Zusammenhang die Mitglieder der LGBT-Community auf, unbedingt Anzeige zu erstatten, wenn sie Opfer einer Straftat werden. Die Polizei sei eine offene Behörde, die unter anderem mit zwei Ansprechpartnern für sexuelle Minderheiten auch beratend und vermittelnd tätig ist. Auch die Berliner Staatsanwaltschaft verfügt über eigene Ansprechpersonen für sexuelle Minderheiten.