Start News Szene Corona-Fälle bei Fetisch-Festival „Darklands“ in Antwerpen

Corona-Fälle bei Fetisch-Festival „Darklands“ in Antwerpen

"EasterBerlin" wurde aus Sicherheitsgründen bereits abgesagt

Sujetbild: Leder/Fetisch
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Von 4. bis 9. März fand im belgischen Antwerpen das diesjährige Darklands Festival, einer der größten Fetisch-Events Europas, statt. Nun schlägt der Veranstalter Alarm: Unter den Teilnehmern seien einige mit dem Coronavirus infiziert gewesen. In Berlin wurde unterdessen mit dem Ostertreffen eine weitere große Fetisch-Veranstaltung abgesagt.

Mindestens fünf Coronavirus-Fälle beim Darklands-Festival sind bestätigt

„Bis jetzt haben wir die Bestätigung bekommen, dass fünf Personen nach ihrem Besuch bei Darklands positiv auf COVID-19 getestet wurden. Aber beachtet bitte, dass dies nur diejenigen sind, von denen wir wissen, es gibt wahrscheinlich mehr Fälle“, heißt es in einer Mail des Veranstalters. Man sei in Kontakt mit den lokalen Gesundheitsbehörden

Er ruft diejenigen, die das Festival besucht haben, „in diesen Tagen wachsam über den persönlichen Gesundheitszustand“ zu sein und den entsprechenden Anweisungen der jeweiligen Regierungen Folge zu leisten. „Jenen, die krank geworden sind, wünschen wir baldige Genesung“, heißt es weiter.

Die Krise rund um das Coronavirus hat das Darklands Festival auch in anderen Bereichen hart getroffen: Die Verkäufe an der Abendkasse brachen ein, mehr als ein Fünftel der vorverkauften Tickets wurden nicht abgeholt. Aus Kulanz bietet der Veranstalter nun jenen, die ihr diesjähriges Ticket nicht in Anspruch genommen haben, 50 Prozent Rabatt für Tickets der nächstjährigen Veranstaltung an.

Fetisch-Treffen in Berlin zu Ostern wurde abgesagt

Ein zweiter Fixpunkt im europäischen Fetisch-Kalender fällt der Lage rund um das Coronavirus vollkommen zum Opfer: „Da uns die Sicherheit unserer Gäste das Wichtigste ist, haben wir uns daher dazu entschlossen, EasterBerlin 2020 ausfallen zu lassen“, schreibt der BLF e.V. als Veranstalter auf seiner Homepage.

Wer es zu Ostern trotzdem nach Berlin schafft, sollte sich dort nicht zu viel erwarten. Denn die deutsche Hauptstadt ist seit heute ebenfalls dicht. Bars, Clubs und Restaurants mussten vorübergehend schließen, nachdem in Großteil der in Berlin Infizierten zuvor in den (Hetero-)Clubs der Stadt war. Bekannte Lokale wie das Prinzknecht haben bereits in den letzten Tagen bekanntgegeben zu schließen.

Ähnlich ist die Situation in anderen Städten wie Wien: Durch die in Österreich geltenden Ausgangsbeschränkungen müssen alle Bars und Lokale spätestens heute um 15.00 Uhr schließen – einige verantwortungsvolle Lokalbetreiber haben dies schon am Wochenende getan.