Liebe im Olympischen Eiskanal: Diese Skeleton-Fahrerinnen sind ein Paar

Kim Meylemans und Nicole Silveira kämpfen in Peking gegeneinander um Medaillen

Kim Meylemans und Nicole Silveira
Kim Meylemans/Instagram

Ein besonderes Konkurrenzverhältnis gibt es bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking im Skeleton. Denn die Belgierin Kim Meylemans und die Brasilianerin Nicole Silveira sind ein Paar – und treten gegeneinander an. Doch ihre Liebe zueinander soll diese besondere Konstellation nicht stören, beteuern beide Frauen. 

Kim Meylemans und Nicole Silveira haben sich beim Skeleton kennengelernt

Skeleton ist einer der gefährlichsten Sportarten bei den Olympischen Winterspielen: Die Sportler:innen rasen mit Geschwindigkeiten bis zu 145 km/h bäuchlings und mit dem Kopf voran auf einem speziellen Rodelschlitten, der an ein stählernes Skelett erinnert, durch einen Eiskanal. Und auch bei dieser lebensgefährlichen Sportart kann die Liebe blühen.

Denn Meylemans und Silveira haben sich vor drei Jahren durch den Skeleton-Sport kennengelernt. Im Laufe der Zeit waren sie sich nähergekommen, und letzten Dezember haben sie ihre Beziehung in gemeinsamen Instagram-Postings öffentlich gemacht. „Im Laufe der Zeit wurde unsere Verbindung stärker und, nun, hier sind wir jetzt“, sagt Silveira vor kurzem in einem gemeinsamen Interview mit dem Portal Outsports.

„Es ist etwas ganz besonderes, Olympische Spiele mit seiner Partnerin teilen zu können“

„Es ist etwas ganz besonderes, Olympische Spiele mit seiner Partnerin teilen zu können“, verriet Meylemans gegenüber Outsports: „Es ist eine extrem stressige Phase mit hohem Druck, und daher ist es für mich und meine Leistung extrem wichtig, meine Partnerin zur Entspannung und als Safe Space bei mir zu haben. Es bringt Ruhe und Normalität in die verrücktesten Wochen unserer Karriere.“

Und Silveira ergänzt: „Wir sprechen viel darüber, dass das eine sehr einzigartige Situation ist. Dass wir in der gleichen Sportart antreten, aber gegeneinander. Es macht gleichzeitig Spaß und ist eine Herausforderung.“

Eine neue Generation Skeleton-Sportlerinnen

Meylemans und Silveira stehen für eine neue Generation von Skeleton-Sportler:innen, die aus kleineren Ländern ohne große Tradition in diesem Sport kommen. Meylemans wurde 2018 in Südkorea die erste Skeleton-Sportlerin, die Belgien bei Olympischen Spielen vertrat. Und Silveira gewann kürzlich die Gesamtwertung des IBSF North American Cup.

Und Meylemans ist auch Botschafterin der Initiative „Out For The Win“, einer gemeinnützigen Organisation, die die Sichtbarkeit von LGBTI-Athlet:innen steigern möchte, indem sie ihnen eine Plattform gibt, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. „Mit 18 Jahren, als ich schon fast fünf Jahre Skeleton gemacht habe, habe ich mich als lesbisch geoutet. Weil es meine sportliche Leistung verbessert hatte, ehrlich zu mir zu sein, anstatt mich zu verstecken oder zu ändern“, schreibt sie auf einem Instagram-Posting der Organisation.