Regenbogen-Zebrastreifen in Leoben nach fünf Tagen zerstört

"Ich wundere mich nur, dass es nicht schon früher passiert ist"

Zerstörter Regenbogen-Zebrastreifen in Leoben
Privat

Am letzten Montag hat die obersteirische Universitätsstadt Leoben ihren ersten Regenbogen-Zebrastreifen bekommen: Im Rahmen der Ö3-Aktion „Der Ö3-Wecker macht’s bunt“ wurde ein Fußgängerweg vor dem Hauptbahnhof bunt bemalt. Doch lange hielt die Freude nicht: Denn schon am Freitag haben Unbekannte den Zebrastreifen beschmiert, berichtet die Woche .

Bei der Einweihung war der Bürgermeister noch optimistisch

„Ein bunter Zebrastreifen ist ein nachhaltiges Symbol der Toleranz und Vielfalt“, erklärte der Leobener Bürgermeister Kurt Wallner von der SPÖ beim Aufmalen des Regenbogen-Zebrastreifens. Er bitte „die Bevölkerung, diesen Regenbogen-Zebrastreifen und die tiefere Idee dahinter zu akzeptieren“, zitiert ihn die Kleine Zeitung  .

Eine Bitte, die nicht bei jedem auf fruchtbaren Boden gefallen sein dürfte. Denn nur fünf Tage später haben Unbekannte die farbigen Streifen des ersten Regenbogen-Zebrastreifens Leobens mit schwarzem Lackspray verunstaltet. In der Mitte des Zebrastreifens wurde „LGBT“ gesprüht und durchgestrichen. 

Nicht der erste zerstörte Regenbogen in Leoben

„Das musste in Leoben passieren. Ich wundere mich eigentlich nur, dass das nicht schon viel früher passiert ist“, so ein Leobener Bürger zur Kleinen Zeitung  : „Ich weiß gar nicht, was in dem Fall schlimmer ist – ein Akt reiner Zerstörung durch Vandalen oder Zerstörung als Botschaft der Intoleranz“ 

Denn es ist nicht das erste Mal, dass das Symbol der LGBTI-Bewegung in der zweitgrößten Stadt der Steiermark zur Zielscheibe unbekannter Täter:innen wird. Bereits Anfang Mai wurde eine Regenbogenfahne vor der Montanuniversität zerschnitten und angezündet. Bis heute ist nicht bekannt, wer für diesen Vandalenakt verantwortlich ist.

Nun hat die Leobener Polizei die Ermittlungen aufgenommen, um auch die unbekannten Zerstörer:innen des Regenbogen-Zebrastreifens auszuforschen. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.