Honduras: Schwules Paar von Mob ermordet

Mehrere Männer überfielen das Haus des Paares und töteten die Bewohner

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

In Honduras wurde ein schwules Paar in einer homophoben Attacke von einem Mob erstochen und erschossen. Das berichten lokale Medien.

Der 42-jährige Jorge Sarmiento und sein 80 Jahre alter Partner Gerard Argiud wurden bereits am 12. Mai von mehreren Personen in ihrem Haus in Atlántida, einer Provinz im Norden des Landes, überfallen. Berichten zufolge handelt es sich bei den Angreifern um Unbekannte.

Die beiden Männer mussten sterben, weil sie bekannte Schwule waren

Sarmiento, der in der Vergangenheit eine Schwulenbar in der Region führte und in der örtlichen Szene sehr bekannt war, starb noch am Tatort. Sein Partner konnte noch ins Krankenhaus gebracht werden, wo er allerdings an den Folgen des Angriffs verstarb.

„Die Berichte legen den Schluss nahe, dass das Paar wegen seiner sexuellen Orientierung und seiner Stellung als prominente Mitglieder der LGBT-Community von mehreren Personen attackiert wurde“, heißt es in einer ersten Stellungnahme der Atlantis Travel Group.

Homophobie ist in Honduras weit verbreitet

Homophobie und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten sind in Honduras weit verbreitet. In den letzten sieben Jahren werden in dem mittelamerikanischen Land 215 Menschen umgebracht, weil sie schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender waren. Für Donny Reyes von der honduranischen „Asociación LGBT Arcoíris“ sind diese Angriffe „Brutalität in der extremsten Form des Bösen und fehlender Respekt für das Leben“, wie er dem LGBT-Magazin „Washington Blade“ sagte.

Für Reyes basieren die homophoben Gewalttaten in Honduras auf drei Elementen: Religiösem Fundamentalismus, einer Presse, die diesen Hass fördert, und „den Staat selbst, indem er nicht zumindest Aktionen setzt, jene zu bestrafen, die diese schrecklichen Verbrechen begehen“, wie er hinzufügt.