Wiener Stadträtin gegen „Berufsschwuchtel“-Urteil

Auch die für Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger ist von „Berufsschwuchtel“-Urteil empört. „Ungeachtet des Urteils des Wiener Oberlandesgerichtes wonach die Bezeichnung ‚Berufsschwuchtel‘ zulässig sei, ist Gery Keszler eine der wichtigsten Gallionsfiguren in Bezug auf die Gleichstellung und Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen“, betont Frauenberger. Die im betreffenden Artikel verwendete Formulierung sieht sie als „abwertend und beleidigend gegenüber Homosexuellen generell“. „Gegen die Ignoranz und das Tolerieren homophober Beschimpfungen gilt es immer klar Stellung zu beziehen“, stellt sie klar.

Frauenberger betont, dass Wien konsequent versucht, Schwule, Lesben und Transgender-Personen in allen Lebensbereichen gleichzustellen. Die Kooperation und das gemeinsame Engagement mit Gery Keszler sind dabei wichtige Eckpunkte. „Als Organisator des Life Balls hat Gery Keszler enorm viel bewegt. Der Life Ball hat seit 1993 über 9 Millionen Euro an nationale und internationale Projekte zur Unterstützung von HIV-positiven und aidskranken Personen vergeben. Darüber hinaus ist der Life Ball ein internationales Markenzeichen für Wien geworden. Die Stadt Wien stellt gerne für diesen weltweit einmaligen Event das Rathaus zur Verfügung“, betont Frauenberger abschließend.