Zagreb: „CSD-Bomber“ muss ins Gefängnis

Weil er beim CSD der kroatischen Hauptstadt Zagreb Molotowcocktails auf die Menge werfen wollte, ist der 25 Jahre alte Josip Šitum zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. Damit ist er der erste Kroate, der nach dem 2006 eingeführten Gesetz gegen Hassverbrechen verurteilt wurde.

Die Polizei hat Šitum in der Nähe der Parade mit sechs benzingefüllten Flaschen und einem Lappen sowie mit Zündhölzern entdeckt. Er konnte zwar fliehen, wurde aber identifiziert und später festgenommen. Vor Gericht sagte er aus, er wollte den Molotow-Cocktail nicht werfen, sondern nur damit drohen. Weiters sagte er, als gläubiger Katholik glaube er, dass Homosexualität eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle.

Doch Richterin Sandra Kantolić hat im nicht geglaubt: Sie verurteilte ihn zu 14 Monaten Haft und ordnete eine psychologische Behandlung an.

Letztes Jahr wurden beim CSD in Zagreb insgesamt acht Gegendemonstranten verhaftet und zwei Teilnehmer an der Parade verletzt.