Transgender-Golfspielerin empört Mitspielerinnen

Für Aufregung im Frauengolf sorgt eine weitgehend unbekannte Barkeeperin, die in Palm Beach (Florida) die World Long Driving Championship for Women gewonnen hat. Grund: Die 55-jährige Lana Lawless war früher ein männlicher 110-Kilo-Polizist einer Sondereinheit.

Beim Turnier geht es darum, den Golfball relativ weit zu schlagen. Lawless schaffte 232 Meter, etwa vier Meter mehr als die Favoritin Phillis Meti aus Neuseeland. Jetzt fühlen sich die anderen Frauen, die an dem Golfturnier teilgenommen haben, diskriminiert: Schließlich ist Lawless um einiges kräftiger als eine geborene Frau. Weil sie aber nicht als transenfeindlich gelten wollen, schweigen sie in der Öffentlichkeit. Weltmeister Sean Fister zeigte sich entsetzt: „Ich bin echt schockiert, dass sich nicht mehr Frauen darüber beschweren.“

Die Regeln des Golfverbandes decken übrigens die Teilnahme von Lawless: Nach ihrer vollständigen Geschlechtsanpassung gilt sie auch offiziell als Frau. Deshalb kann sie die Aufregung nicht verstehen. „Ich bin eine Frau. Die andere Person, dieser 110-Kilo-Cop, der ich mal war – diese Person ist Geschichte. Er kommt nicht zurück.“ Sie habe nach der Geschlechtsanpassung viel Muskeln verloren. Heute wiegt sie weniger als 80 Kilogramm. Golf hat sie schon als Mann gespielt: Damals gewann er sogar die vereinseigene Meisterschaft.