16 Prozent der Iraner hatten schwulen Sex

Zu erstaunlichen Ergebnissen kommt die iranische Soziologin Parvaneh Abdul Maleki, der das Sexualverhalten ihrer Landsleute untersucht hat.

So sollen in dem Land, in dem auf Homosexualität die Todesstrafe steht, 24 Prozent der Frauen und 16 Prozent der Männer mindestens eine gleichgeschlechtliche Erfahrung gehabt haben. Mehr als 4 Prozent hatten schon eine schwule oder lesbische Beziehung. Das berichtet das britische Portal PinkNews.

Und auch an das Masturbationsverbot im eigenen Land halten sich nur wenige Iraner: Fast drei Viertel der Männer und ein Viertel der Frauen haben schon Hand an sich selbst angelegt. Auch andere Zahlen werden die religiösen Führer wenig erfreuen: So haben drei Viertel der Befragten, die in einer konservativ-religiösen Umgebung aufgewachsen sind, Pornos konsumiert. 86 Prozent hatten eine Affäre neben der Ehe.

Maleki hat die Zahlen bei der dritten iranischen Konferenz zum Wohle der Familie präsentiert. In den Berichten der Presse werden die Zahlen als Dokumentation der sexuellen Abartigkeiten präsentiert, die behandelt werden müssen.

Menschenrechtsgruppen schätzen, dass seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 bis zu 4000 Menschen im Iran wegen ihrer Homoesexualität hingerichtet wurden. Bis vor Kurzem hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bestritten, dass es im Iran Lesben und Schwule gebe. Erst im September 2008 gab er zu, dass es „einige wenige“ Lesben und Schwule im Iran gebe und bezeichnete Homosexualität als „zerstörerisch“ für die Gesellschaft.