„No Angels“-Nadja: Ignorierte sie die Gefahr?

Seit vier Tagen sitzt „No Angels“-Sängerin Nadja Benaissa in einem Frankfurter Gefängnis. Die HIV-Positive soll wiederholt ungeschützten Sex gehabt haben und auch einige Männer mit dem unheilbaren Virus angesteckt haben. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Wie die „Bild“-Zeitung heute berichtet, gab es vor der Verhaftung mehrere Versuche der Justiz, auf die Sängerin zuzugehen – diese wurden aber von ihrem Anwalt und ihr abgeschmettert oder versandeten.

So soll ein Musikmanager, den Benaissa angesteckt haben soll, bereits im Juni 2008 Anzeige erstattet haben, nachdem er vorher selbst öfter probiert hat, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auch die Polizei drang Ende August nicht zum Star vor. Der Anwalt soll daraufhin Akteneinsicht beantragt haben und diese im November 2008 mit dem Hinweis zurückgeschickt haben, er müsse sich mit seiner Mandantin beraten. Nach Auskunft von Staatsanwalt Ger Neuber kam keine weitere Nachricht des Anwalts. „Daraufhin haben wir weitere Ermittlungen angestellt, bei denen in der Spätphase des Verfahrens bekannt wurde, dass zwei weitere Männer ungeschützten Verkehr mit ihr gehabt haben sollen. Dadurch lag ein dringender Tatverdacht und Wiederholungsgefahr vor“, erklärt Neuber der „Bild“-Zeitung.

Zu den Vorwürfen soll sich die Sängerin nach Angaben des Staatsanwalts noch nicht geäußert haben. Benaissa drohen wegen gefährlicher Körperverletzung bis zu zehn Jahren Haft, ein Mann wurde in einem ähnlichen Fall zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.