Wiener Ehrendoktorwürde für Bischof Desmond Tutu

Eine hohe Auszeichnung wird dem südafrikanischem Theologen Desmond Tutu zuteil. Die Universität Wien zeichnet den Friedensnobelpreisträger am 12. Juni mit der Ehrendoktorwürde aus. Sie wurde von der Evangelisch-Theologischen Fakultät beantragt.

Tutu ist Begründer der „Ubuntu-Theologie“. Sie beruht auf einer Grundhaltung, die sich auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft stützt.

Außerdem kämpft Desmond Tutu für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen. So tadelt er konservative anglikanische Bischöfe in Afrika, die gegen Homosexualität hetzen. Er setzt sich auch gegen die Ausbreitung von HIV und der AIDS-Epidemie in Südafrika ein, wobei ihm die Sorge um AIDS-Waisenkinder ein besonderes Anliegen ist.

Für diese setzt er sich mit seiner „Desmond Tutu HIV Foundation“ ein, zu deren Gunsten ein Benefizkonzert veranstaltet wird. Dieses findet am 13. Juni um 17 Uhr in der Lutherischen Stadtkirche in der Dorotheergasse 18 im ersten Wiener Gemeindebezirk statt. Johan Botha, Kammersänger an der Wiener Staatsoper und gebürtiger Südafrikaner, singt dabei Mendelssohn Bartholdy, Verdi, Haydn, Mozart und Bach.