Erzbischof: „Schwule sollen Buße tun“

Auch die Anglikaner haben mit den Lesben- und Schwulenparaden, die derzeit in der ganzen Welt stattfinden, offenbar ihre Probleme: Nachdem der römisch-katholische Kurienkardinal die Christopher Street Days kritisiert hat, fordert nun der anglikanische Erzbischof Michael Nazir-Ali Homosexuelle auf, Buße zu tun.

Dem „Sunday Telegraph“ sagte der gebürtige Pakistani, in der Bibel werde die Ehe als Vereinigung von Mann und Frau definiert. Die Kirche begrüße zwar homosexuelle Menschen, „wir wollen aber, dass sie Buße tun und sich ändern“, so der Bishof von Rochester, der zum konservativen Flügel der Anglikaner gehört.

In der Frage, wie die Kirche mit Lesben und Schwulen umgehen soll, sind die Anglikaner tief gespalten – in Amerika haben sich konservative Kreise bereits von der offiziellen Kirche abgespalten, und anglikanische Bischöfe in Afrika hetzen offen gegen Schwule.