Oralsex im Militär empört taiwanesische Politiker

In Taiwan sorgt ein Video für Aufregung, in dem zwei Soldaten offenbar während ihrer Dienstzeit Oralsex haben und rund vierzig Kameraden um sie herumstehen und sich darüber amüsieren. Ein regionaler Kabelfernsehsender hat das Video veröffentlicht. Jetzt will die Opposition deshalb sogar das Militär-Budget einfrieren.

Auch, wenn Homosexualität in Taiwan nicht verboten ist und es in der Hauptstadt Taipeh eine offene Szene gibt, ist das Video für die Politiker des Inselstaates zu heftig. „Es ist nicht tolerierbar, dass sich die militärische Disziplin soweit verschlechtern konnte“, schimpft ein Abgeordneter der Opposition. Und er ergänzt: „Das Budget des Verteidigungsministeriums ist keinen einzigen Cent wert.“ Und auch innerhalb der regierenden Kuomintang-Partei ist man empört: „Es ist unglaublich, dass so etwas in der Armee vorkommt. Sie sollte sich schämen!“, so deren Abgeordneter Chiu Yi.

Das Verteidigungsministerium bedauert in einer Stellungnahme „den Vorfall, der die militärische Disziplin ernsthaft untermauert hat, außerordentlich“. Es kündigte eine Untersuchung sowie harte Strafen für die Beteiligten an.