Malaysia: „Homosexualität fordert Schweinegrippe“

In Malaysia verbreitet die staatliche Nachrichtenagentur Bernama die Meldung, dass Homosexualität und Masturbation die Schweinegrippe begünstigen.

Dabei zitieren sie V. M. Palaniappan, ehemals Ökologie-Professor an der Universität und Autor über einige Bücher des von ihm erfundenen „ökologischen Heilungs-System“ behauptet, nach 33 Jahren Forschung zu folgendem Schluss gekommen zu sein: Durch Homosexualität und Masturbation staut sich Reibungshitze im Körper, die den Körper übersäuert. „Dadurch wird der Körper ein einfaches Ziel für eine H1N1-Infektion“, so der Ex-Professor gegenüber der malaysischen Nachrichtenagentur. Gleichzeitig betont er, dass heterosexueller Geschlechtsverkehr in diesem Zusammenhang vollkommen sicher sei. Gegen die Übersäuerung würden außerdem Kokosmilch und ausreichend Schlaf helfen.

Homosexualität ist in Malaysia verboten. Selbst einvernehmliche gleichgeschlechtliche Handlungen werden mit bis zu 20 Jahren Haft oder Auspeitschung bestraft. In einigen Regionen gilt außerdem die islamische Scharia: Schwule könnten dort zum Tode verurteilt werden. Es gibt auch immer wieder Polizei-Razzien gegen Schwule, Lesben und Transgender. In einem Schauprozess wurde außerdem Oppositionsführer Anwar Ibrahim Homosexualität unterstellt.

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