„God Hates Fags“-Tour geht in die nächste Runde

Mit ihren „God hates Fags“-Plakaten hat es die Westboro Baptist Church zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht – ihre Obergurus Fred Phelps und seine Tochter Shirley Phelps-Roper haben deshalb sogar ein Einreiseverbot nach Großbritannien wegen „Extremismus“. In die Schlagzeilen kamen sie das erste Mal, als sie vor den Trauerfeierlichkeiten auf Militärfriedhöfen behauptet haben, im Irak gefallene Soldaten seien die Strafe Gottes für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Und auch beim Begräbnis von Heath Ledger wollte der harte Kern der Kirche protestieren, weil dieser in „Brokeback Mountain“ einen schwulen Cowboy gespielt habe.

Jetzt will das kleine Häufchen religiöser Fanatiker wieder in die Schlagzeilen. Diesmal haben sie sich den US-Bundesstaat Vermont für ihre publicityträchtigen Aktionen ausgesucht.

Dort wird am 1. September die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet – Grund genug für die Aktivisten der kleinen Splitterkirche, mit ihren Plakaten vor einer Kirche, einer Synagoge und der Montpelier High School zu protestieren.

Deren Direktor Peter Evans ist – genauso wie die übrigen Betroffenen – überzeugt, dass die Westboro-Aktivisten vor allem auf Publicity aus sind. Seiner Meinung wäre es am besten, diese zu ignorieren.

Eine ähnliche Aufforderung gab es auch, als die Westboro Baptist Church am 15. Juni dieses Jahres vor der Garfield High School in Seattle im US-Bundesstaat Washington protestierte. Damals hielten sich die Schüler aber nicht daran – und eine Horde hunderter friedlich demonstrierender Jugendlicher überrante den kleinen Haufen der „God-Hates-Fags“-Demonstranten.