Spanischer Matador macht Werbung für schwulen Energydrink

Mit gleich zwei Tabus bricht der spanische Stierkämpfer Joselito Ortega: Erstens, er will auf seinem Cape Werbung anbringen. Und zweitens: Beworben soll ein Energy-Drink für Schwule werden.

So soll auf Ortegas Cape zukünftig in großen roten Buchstaben „Gay Up“ stehen – der Energy-Drink ist in der spanischen Clubszene sehr beliebt. In der Stierkämpfer-Szene sorgt dieser Tabubruch für Diskussionen. Schließlich sind Stierkämpfer in Spanien das Sinnbild des klassischen Machos. „Ortega prostituiert sein Cape“, ist der Stierkampfreporter Juan Belmonte empört.

Das kann der Matador nicht verstehen: „Ich bin Stierkämpfer – und das ändert sich nicht. Ich gehe in die Arena wie ich es vorher getan habe, um mein Leben zu riskieren, und die sieben Wunden auf meinem Körper beweisen das. Wenn mich die schwule Community als Vorbild oder Symbol sieht, ist das in Ordnung“. Und gegenüber CNN fügte er hinzu: „Wir sind im Jahr 2009. Alles muss sich einmal ändern.“

Stierkämpfer sind in Spanien Superstars. Dementsprechend machen sie auch für alles möglich Werbung – nur eben nicht im Ring. Vor Ortega hat das nur Luis Reina in den 1980er Jahren für einen japanischen Elektronik-Konzern gemacht.